Sanierung & Restrukturierung

Handeln, solange der Spielraum noch da ist.

Unternehmenskrisen entstehen selten plötzlich. Märkte verschieben sich, Margen geraten unter Druck, Geschäftsmodelle verlieren an Tragfähigkeit – oft lange bevor sich das in der Liquiditätsplanung zeigt. Wer diese Entwicklungen früh erkennt, gewinnt Zeit und bewahrt Handlungsmöglichkeiten, die in einer fortgeschrittenen Krise nicht mehr bestehen.

Favoso begleitet Unternehmen vor, in und nach wirtschaftlichen Krisen – von der frühzeitigen Neuausrichtung über die Stabilisierung in einer akuten Situation bis zur nachhaltigen Sanierung. Wir betrachten wirtschaftliche, finanzielle, rechtliche und operative Zusammenhänge gemeinsam. Grundlage dafür sind eigene Führungserfahrung und Mandate, in denen wir Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Situationen stabilisiert und restrukturiert haben.

Krisen früh erkennen. Handlungsspielräume erhalten.

Gute Ergebnisse der Vergangenheit sind keine Garantie für Stabilität. Entscheidend ist, ob die Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg weiterhin tragen.

Wir untersuchen Geschäftsmodell, Ertragsstrukturen, Finanzierung, Organisation und betriebliche Abhängigkeiten, um kritische Entwicklungen und ihre Ursachen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehört die Überprüfung vorhandener Verfahren zur Krisenfrüherkennung. Die Verpflichtung zur fortlaufenden Überwachung bestandsgefährdender Entwicklungen nach § 1 StaRUG unterstreicht die Bedeutung dieser Aufgabe für die Geschäftsleitung.

Nicht jede Fehlentwicklung verlangt eine Sanierung. Häufig eröffnen rechtzeitige Anpassungen von Geschäftsmodell, Portfolio, Kosten, Prozessen oder Finanzierung neue Perspektiven. Entscheidend ist, dass Veränderungen eingeleitet werden, solange Spielraum für Alternativen besteht.

In der akuten Krise zählt ein belastbares Lagebild.

Wenn Liquidität und Zeit knapp werden, müssen die entscheidenden Fragen schnell und zuverlässig beantwortet werden: Wie ist die tatsächliche wirtschaftliche und finanzielle Lage? Welche Ursachen haben zur Krise geführt? Welche Verpflichtungen stehen an, wie entwickelt sich die Liquidität – und was ist kurzfristig erforderlich?

Wir schaffen Transparenz, entwickeln kurzfristige Liquiditäts- und Fortführungsszenarien und beurteilen mögliche Insolvenzeröffnungsgründe unter Berücksichtigung des IDW S 11. Auf dieser Grundlage lassen sich Sofortmaßnahmen, Finanzierungsbedarf und Handlungsmöglichkeiten einordnen.

Kurzfristige Zahlungsfähigkeit und langfristige Sanierungsfähigkeit sind unterschiedliche Fragen. Zusätzliche Liquidität verschafft Zeit, beseitigt aber keine strukturellen Verlustursachen. Umgekehrt hilft ein überzeugendes Sanierungskonzept wenig, wenn die Finanzierung bis zu seiner Umsetzung nicht gesichert ist. Beides muss aufeinander abgestimmt werden.

Sanierungsfähigkeit nachweisen. Ertragskraft wiederherstellen.

Eine tragfähige Sanierung muss zeigen, wie ein Unternehmen Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft zurückgewinnt und dauerhaft finanziert.

Wir entwickeln Sanierungskonzepte und -gutachten nach IDW S 6, prüfen Fortführungs- und Handlungsalternativen und verbinden integrierte Unternehmensplanung mit konkreten finanziellen und operativen Maßnahmen: Neuordnung der Finanzierungsstrukturen, Verhandlungen mit Banken, Gläubigern und Investoren, Anpassung von Portfolio, Kapazitäten, Organisation und Abläufen.

Wir untersuchen, welche Geschäftsbereiche tragfähig sind, wo Ressourcen gebunden werden und welche Veränderungen tatsächlich eine Verbesserung bewirken. Entscheidend ist nicht, ob eine Maßnahme rechnerisch überzeugt, sondern ob sie unter realen betrieblichen Bedingungen umsetzbar ist.

Bei drohender Zahlungsunfähigkeit können auch die Instrumente des StaRUG in Betracht kommen. Wir beurteilen die wirtschaftlichen Voraussetzungen, entwickeln Planungs- und Vergleichsrechnungen und unterstützen die Vorbereitung und Abstimmung mit den Beteiligten. Welche Instrumente sinnvoll und rechtlich verfügbar sind, hängt von der konkreten Situation ab.

Sanierung verlangt Führung. Nicht nur Konzepte.

Ein Konzept auf Papier saniert kein Unternehmen. Veränderungen müssen entschieden, finanziert, organisiert und gegen die Anforderungen des laufenden Geschäfts umgesetzt werden. In Krisen entstehen dabei Zielkonflikte zwischen Liquiditätssicherung, Kundeninteressen, Lieferfähigkeit, Beschäftigung und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit.

Wir kennen solche Aufgaben aus eigener operativer Verantwortung – von der Stabilisierung nach Management- und Unternehmenskrisen über die Neuordnung kaufmännischer und betrieblicher Prozesse bis zu Produktionsverlagerungen, Standortrestrukturierungen und der Sicherung laufender Abläufe unter Zeitdruck.

Je nach Mandat unterstützen wir die Unternehmensleitung bei der Steuerung oder übernehmen selbst operative Verantwortung, auch als Chief Restructuring Officer (CRO) oder im Interim Management. Dafür braucht es einen klaren Auftrag, die erforderlichen Befugnisse und nachvollziehbare Ziele. Maßnahmen müssen konsequent verfolgt, ihre Wirkungen überprüft und notwendige Entscheidungen auch bei schwierigen Interessenkonflikten herbeigeführt werden.

Auch schwierige Konsequenzen gehören zur Verantwortung.

Nicht jedes Unternehmen lässt sich in seiner bisherigen Form erhalten. Zeigt die Prüfung, dass Geschäftsbereiche nicht tragfähig sind oder eine vollständige Fortführung ausscheidet, müssen andere Lösungen untersucht werden: die Veräußerung einzelner Unternehmensteile, die geordnete Stilllegung von Aktivitäten oder Transaktionen im Rahmen einer Restrukturierung beziehungsweise eines Insolvenzverfahrens.

Wir sprechen solche Ergebnisse offen an und entwickeln Handlungsalternativen, die den verbleibenden Möglichkeiten Rechnung tragen. Bei einem Verkauf oder Erwerb aus der Insolvenz begleiten wir auch wirtschaftliche Vorbereitung, Verhandlung und Umsetzung.

Unser Maßstab ist nicht die Fortführung um jeden Preis, sondern eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive.

Sprechen wir diskret über Ihre Lage.

Ob Sie einer Krise vorbeugen, eine Sanierung vorbereiten oder bereits unter akutem Handlungsdruck stehen: Im ersten Gespräch klären wir, ob und in welcher Form wir helfen können.